Lokale Verbindungen in der Desktop-App
Die Desktop-App kann lokale MCP-Server über stdio starten. Dadurch erhält die KI Zugriff auf erweiterte Google- und Microsoft-Funktionen, Nextcloud und andere Tools, die ein Browser nicht ausführen kann. Lokaler Dateizugriff ist eingebaut und erfordert keinen MCP-Server.
Onboarding
Bei der ersten Einrichtung durchläufst du diese Schritte:
- Du wählst einen lokalen Standardordner für die eingebauten Dateitools.
- Du kannst optional eine lokale Verbindung für Nextcloud wählen.
- Du kannst optional weitere MCP-Server aus dem Tool-Shop hinzufügen.
Du kannst das gesamte Onboarding auch verschieben. Den Standardordner und eventuelle zusätzliche Verbindungen kannst du später noch einstellen. Alle Ordnerauswahlen werden nur lokal gespeichert.
Der Tool-Shop
Klicke auf Tools hinzufügen oder MCP-Server hinzufügen. Zuerst siehst du sichere Presets, die zur Desktop-App passen. Erst wenn du Selbst einen MCP-Server hinzufügen wählst, öffnet sich das manuelle Formular.
Häufig genutzte Presets sind unter anderem:
| Preset | Möglichkeiten | Anmeldung |
|---|---|---|
| Nextcloud | Dateien, Kalender und Kontakte | Serveradresse, Benutzername und App-Passwort |
| Memory | Wissen speichern und später wiederfinden | Lokaler Speicher |
Der Shop kann außerdem Presets für Dienste wie GitHub, Canva, Notion, Supabase, Mailchimp und andere geeignete MCP-Server anzeigen. Die Verfügbarkeit hängt von Plattform, Authentifizierung und dem aktuellen Katalog ab.
Google und Microsoft
Google Workspace und Microsoft 365 sind eingebaute AI-School-Verbindungen. Sie funktionieren auf Web, Mobil und Desktop und sind nicht abhängig von OpenAI oder einem lokalen MCP-Preset. Nach einmaliger Google- oder Microsoft-Zustimmung können die verfügbaren Tools mit OpenAI, Claude, Gemini und Mistral verwendet werden, soweit das gewählte Modell Tool-Nutzung unterstützt.
Dynamische Toolauswahl
Ein MCP-Server kann Dutzende Tools anbieten. Der Desktop Deep Agent lädt deshalb zuerst kompakte Toolinformationen und wählt während der Aufgabe die relevanten Tools aus. So können mehrere große MCP-Server aktiv sein, ohne alle Tools gleichzeitig im Modellkontext zu platzieren.
Gesicherte Installation
Die lokale MCP-Installation hat eine strikte Grenze zwischen der Angular-Oberfläche und Electron:
- Der Renderer startet keine freien Shell-Befehle;
- Befehl, Argumente, Environment-Keys und angeforderter Zugriff werden geprüft;
- Ein nativer Dialog zeigt, was gestartet wird;
- Genehmigte Konfigurationen erhalten einen Integritätsnachweis;
- Secrets werden mit dem gesicherten Speicher des Betriebssystems verschlüsselt;
- Prozesse stoppen beim Ausschalten, Entfernen, Ausloggen und Schließen.
Wenn du einen Server entfernst, werden auch die lokal gespeicherten Zugangsdaten gelöscht.
Status und Tests
Unter Auf diesem Computer siehst du alle aktiven lokalen Server an einem Ort. In den Chat-Einstellungen stehen lokale und Remote-Verbindungen zusammen unter Verbindungen.
Teste einen Server mit einer konkreten Frage, zum Beispiel:
- „Welche Ordner sind in meiner Nextcloud?“
- „Suche die letzten E-Mails zum Projekt.“
- „Welche Dateien sind in diesem lokalen Ordner?“
Bei Problemen überprüfe das Desktop-Log. Eine erfolgreiche Verbindung zeigt den Servernamen und die Anzahl geladener Tools an.
Fehlerbehebung
- Server ist aktiv, aber die KI sieht keine Tools: Starte die lokale Runtime neu und prüfe, ob die Server-ID in der Chat-Anfrage steht.
- Anmeldung fehlt: Öffne den Server in Einstellungen → Tools und wähle erneut verbinden.
- Nextcloud funktioniert nicht: Verwende die Basis-URL der Nextcloud-Umgebung und ein separates App-Passwort.
- Lokale Dateien sind nicht erreichbar: Prüfe, ob der aktive Arbeitsordner noch existiert, und wähle ihn gegebenenfalls über das Dashboard neu aus.
- Zu viele Tools: Lass die dynamische Toolauswahl an und gib in deiner Frage klar an, welche Quelle benötigt wird.
Selbst einen stdio-Server hinzufügen
Verwende bevorzugt ein Preset. Füge nur manuell einen Server hinzu, wenn du Herkunft und Befehl vertraust. Prüfe vor der Genehmigung:
- ausführbare Datei und Argumente;
- Environment-Keys;
- Dateisystemzugriff;
- Lese- und Schreibrechte.
Siehe auch
Zugriff auf lokale Ordner
Die eingebauten Dateitools können nur Dateien lesen oder ändern innerhalb des Arbeitsordners, den du über den nativen Ordnerauswähler explizit genehmigst.
Jeder Pfad wird auf den kanonischen Ort zurückgeführt. Tricks mit einem ähnlichen Präfix eines benachbarten Ordners und symbolische Links, die außerhalb eines genehmigten Ordners liegen, werden abgelehnt. Nach einem Neustart der lokalen Runtime werden die Rechte erneut synchronisiert; ohne genehmigten Ordner wird der Dateizugriff standardmäßig verweigert.
Wenn du die KI bittest, eine Datei oder einen Unterordner zu löschen, verschiebt die Desktop-App das Element in den Systempapierkorb. Das funktioniert unter Windows, macOS und Linux. Der genehmigte Hauptordner selbst kann nicht über die KI in den Papierkorb verschoben werden.